Startschuss für alma
Nach längerer Vorbereitungszeit und mehr als einem Jahr Programmieren hatten wir es im September 2025 geschafft. Mit dem Kanton Schwyz konnten wir das erste Amt auf die neue Software alma als Nachfolgelösung von Altlast4Web umstellen.
Bewährtes neu gedacht
Altlast4Web war seit mehr als 15 Jahren bei zahlreichen kantonalen Ämtern, Bundesbehörden und dem Fürstentum Liechtenstein als die zentrale Software-Lösung für das Management des Katasters belasteter Standorte (KbS) im Einsatz. Wir hatten zwar ständig Updates ausgeführt, ein weitgehendes Refactoring hatte aber nie stattgefunden. Dass 15 Jahre alte Frontend-Technologien überhaupt noch funktionierten, war daher schon ein kleines Wunder. Allerdings wurde die Wartung der Software auch immer aufwändiger, so dass irgendwann der Punkt kam, an dem wir vor allem regelmässige sicherheitsrelevante Updates nicht mehr guten Gewissens versprechen konnten.

Gemeinsam konzipiert
So begann anfangs 2023 die Konzeption für eine komplett neue Anwendung. Der Fokus lag dabei auf neuen Technologien, einem moderneren UX und der Berücksichtigung aktueller Sicherheitsanforderungen. Die Kernfunktionen von Altlast4Web hatten sich dagegen so gut bewährt, dass sie – in modernisierter Form, im Prinzip aber unverändert – übernommen werden sollten. Während der Konzeption wie auch bei der nachfolgenden Entwicklung legten wir immer grossen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit allen beteiligten Ämtern. So erfolgte die gesamte Anforderungsspezifikation kollaborativ in einem Wiki, auf das alle Beteiligten Zugriff hatten. Im Rahmen regelmässiger Treffen einer Kerngruppe und gelegentlicher Treffen aller Beteiligten konnten wir sicherstellen, dass die meisten Erwartungen an die Software Berücksichtigung fanden. Im gleichen Rahmen konnten wir auch schnell und effizient die Finanzierung des gesamten Projektes entwickeln.

Stetig ausgerollt
Nach dem Go Live beim Amt für Umwelt des Kanton Schwyz im September 2025 wird alma derzeit bei weiteren Ämtern ausgerollt. Der Umstieg von Altlast4Web auf alma ist relativ einfach machbar und erfordert sowohl bei geOps wie auch bei den Fachpersonen im Amt wenig Aufwand. Erfreulicherweise sind mit der Entwicklung von alma noch weitere Kantone zur Community dazugestossen. Diese von unterschiedlichsten Bestands-Lösungen auf alma zu migrieren, ist unter Umständen dann schon wesentlich aufwändiger. Gemäss der aktuellen Planung sollen bis Ende 2026 alle derzeit 18 Ämter auf die neue Lösung migriert sein.

Allseits zufrieden
Die Umsetzung von alma stellt für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation dar. Die gemeinsamen Erfahrungen mit der Vorgängerlösung Altlast4Web in Kombination mit dem kollaborativen Ansatz bei der Spezifikation der neuen Lösung führten zu einer abgestimmten Liste an Features, die für alle notwendig und sinnvoll waren. Die Gesamtinvestition in das Projekt konnte so optimal aufgeteilt werden und alle Beteiligten konnten eine optimierte Lösung zu einem Bruchteil der Kosten einer Individualentwicklung erwarten. Auch bei den administrativen Aufgaben, die bei jedem Amt bei der Beschaffung einer Software-Lösung anfallen, konnten Synergien genutzt werden. Möglich war dieser ungewöhnliche Ansatz einerseits, weil alma von vornherein als Open-Source-Lösung mit dem Versprechen konzipiert war, dass alle Entwicklungen allen Beteiligten zur Verfügung stehen werden. Andererseits wäre das Projekt kaum möglich gewesen, wenn wir von geOps nicht über viele Jahre hinweg durch unsere engagierte, effiziente und transparente Zusammenarbeit die Basis für den einen oder anderen Vertrauensvorschuss geschaffen hätten. Somit möchten wir diesen Beitrag mit einem Dank an alle Beteiligten von alma abschliessen. Nur gemeinsam war es möglich, dieses Leuchtturmprojekt für digitale Souveränität und Nachhaltigkeit in der öffentlichen Verwaltung zu realisieren.
Wir schätzen die Zusammenarbeit mit geOps im Zuge der Implementierung der Anwendung zur Verwaltung der belasteten Standorte des Kantons sehr. Unsere Anliegen und Anforderungen wurden dabei dank der konstruktiven und unkomplizierten Kommunikation immer schnell umgesetzt.
– Eva Braxmaier, Kanton Fribourg
Weitere Informationen zu alma sind auf der eigenständigen Website zu finden.




